Drei Idealfarben Gelb, Magenta und Cyan würden ausreichen. Physikalisch bedingt ist jedoch aus den verfügbaren Farbpigmenten aus
C-M-Y allein kein Tiefschwarz, Farbtiefe, zu drucken. „K“ steht für Key (Schlüssel), da es die Schlüsselfarbe für den farblichen Kontrast
ist.
Das Farbsystem wird als CMYK-Farbmodell bezeichnet. Die vier genormten Farben sind als Farbskala nach ISO 12647 und ISO 2846
definiert.
CMYK ist das Standardfarbmodell der Drucktechnik für den Vierfarbdruck - aber auch weitere Schmuckfarben werden in diesem
Modell für die Druckendstufe angegeben. Das Farbmanagement innerhalb digitaler Druckvorbereitung erfolgt über ICC-Farbprofile.
Der Vierfarbdruck ist eine in allen modernen Druckverfahren angewandte Technik zum Erstellen farbiger Abbildungen.
Jeder Mensch nimmt Farben jedoch anders wahr. Daher gibt es festgelegte Farbräume, Farbmodelle, Farbprofile oder auch
Farbkataloge. Die im Druckbereich bekanntesten und gebräuchlichsten sind:
CMYK
Euroskala
RGB
Pantone
Innerhalb dieses Farbraums kann man anhand bestimmter Farbwerte genau feststellen, welche Farbe gemeint ist.
Es wird jedoch nie eine absolut exakte Übereinstimmung der anvisierten mit der gedruckten Farbe geben. Dies hat viele Gründe.
Es liegt bereits daran, dass ein Bildschirmmonitor mit einem anderen Farbraum (RGB) arbeitet und technisch nicht einmal alle
Farbmischungen dieses Farbraums darstellen kann (von den Einstellungen der Grafikkarte ganz zu schweigen).
Selbst bei „farbechten“ Monitoren lassen sich Farbräume und manipulierende Einflüsse nur simulieren.
Weiters spielen beim Druck viele weitere Faktoren eine Rolle. Ein Druckobjekt wird beispielsweise nie neutralweiß sein.
Auch die individuelle Wahrnehmung ist letztendlich wiederum verschieden.
Um eine möglichst genaue Annäherung zu erreichen gibt es jedoch, wie erwähnt, Farbprofile, Farbmodelle, Farbräume und Farbkataloge.
Diese Profile verknüpfen, je nach Farbraum die Werte des Eingabe- und die Ergebnisse des Ausgabegerätes.
Kennt und nutzt man diese Profile, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es im Ergebnis zumindest so ähnlich aussieht, wie gewollt.
Euroskala ist die Kurzbezeichnung für die Europäische Farbskala für den Offsetdruck nach DIN 16539 von 1971. Dabei geht es um
Qualitätskriterien und Beschaffenheit der Farben, die sich vorwiegend an die Farbenhersteller und -lieferanten wendet. Im Zuge der
internationalen Vereinheitlichung verschiedener Farbskalen wurde die DIN 16539 im Jahre 2000 durch die Norm ISO 2846-1 ersetzt.
Industrieller Farbdruck mit CMYK-Farben wird Druck nach Euroskala genannt, weil er sich farblich an der ehemaligen Europaskala
orientiert. Diese Bezeichnung wird umgangssprachlich (vor allem in den USA als Euroscale) für den europäischen Offsetdruck gebraucht.
Die Euroskala ist aber keine korrekte Norm, die korrekte Bezeichnung hierfür ist ISO-Skala. Die zugehörige Normierung ISO 2846
definiert für Farblieferanten die Eigenschaften dieser Farben. In der ISO 12647-2 ist die Farbwirkung dieser Druckfarben auf
unterschiedlichen Druckpapieren beschrieben. Zur praktischen Anwendung dieser Norm existieren ICC-Profile, beispielsweise
„ISO Coated sb“ für den Druck auf gestrichenen Papieren.
Die ISO 2846 beschreibt die Farbe und Transparenz der Skalendruckfarben für den Vierfarbendruck und folgt der Euroskala, der US-
Norm SWOP sowie der Japanischen Japan Colours SF90-Norm für Druckfarben. Die Iso 2846 wendet sich vor allem an Hersteller von
Druckfarben und ist eine Labornorm, deren Ergebnisse mit Probedruckmaschinen erzielt und auf Normpapieren und unter definierten
Lichtverhältnissen ausgewertet werden.
Die ISO 12647 bezieht sich auf diese Norm und setzt diese für praxisgerechte Anforderungen um.
Diese Norm besteht aus mehreren Teilen:
Teil 1 - Bogenoffset- und Heatset-Rollenoffsetdruck
Teil 2 – Couldset-Rollenoffsetdruck
Teil 3 – Illustrationstiefdruck
Teil 4 – Siebdruck
Teil 5 - Flexodruck
Die Verwendung der ISO-Bezeichnungen in der fachlichen Umgangssprache hat sich bisher nicht durchgesetzt - so wird in der Regel
weiterhin der Begriff Euroskala verwendet.
Mit diesen drei Grundfarben werden alle menschlich wahrnehmbaren Farben definiert. Mit einem eindeutigen Wert kann man damit im
Farbsystem RGB eine bestimmte Farbe exakt benennen und kennzeichnen.
Das RGB-Farbmodell basiert auf technischen Zwängen, nach denen die meisten Geräte die angezeigten Farben aus nur drei Vorgängen
erzeugen. Dies diente als Voraussetzung, Rahmen (Arbeitsraum) bei der Entwicklung des RGB-Farbensystems.
Beispielsweise Monitore verwenden den RGB-Farbraum, um alle angezeigten Farben aus diesen drei Grundfarben zusammensetzen. Je
nach System besteht jeder Bildpunkt aus einer RGB-Farbe. Fehlende Farbnuancen entstehen durch den Gesamteindruck im menschlichen
Auge bei genügend Entfernung zum Bildschirm. Dieser nutzt dazu die Nachbarbildpunkte (Interpolation) um den gewünschten
Gesamteindruck entstehen zu lassen.
Rot – Grün – Blau ist ein additives Farbmodell, bei dem sich die Grundfarben im Gegensatz zur subtraktiven Farbmischung zu Weiß
addieren (Lichtmischung).
Der Wertebereich jeder einzelnen Farbe reicht von 0 bis 255, wobei 255 die höchste und 0 die geringste Intensität hat. Es können also für
jede Farbe 256 Abstufungen angegeben werden. Insgesamt sind so über 16 Millionen Farbabstufungen möglich, die aber u. U. nicht alle
von der Grafikhardware dargestellt werden können.
Das Pantone-Farbsystem ist ein im Grafik- und Druckbereich gängiges Farbsystem und besteht aus 14 Grundfarben mit
Namensbezeichnung, die abgestuft miteinander vermischt sind.
Charakteristisch sind die Farbfächer mit den abgestuften Farbmischungen, genauen Bezeichnungen (Nummerncode) und weiteren
Details (wie RGB-Werte dieser Farbe soweit möglich). Üblicherweise sind dabei alle Farben auf drei verschiedenen Papieroberflächen
(gestrichen, ungestrichen und matt gestrichen) abgebildet, um deren Endwirkung auf unterschiedliche Oberflächen zu simulieren.
Pantone entwickelte später noch zwei spezialisierte Farbsysteme für den Textildruck sowie für Plastikchips.
Üblicherweise werden Pantone-Farben als Vollfarben zusätzlich zum CMYK-Vierfarbdruck verwendet. Beim CMYK-Druck lassen sich
Mischfarben (Halbtöne) meist nur durch Rasterung (teilweise überlagernde Bildpunkte in den Hauptfarben) erzeugen, was lediglich bei
einiger Entfernung für das menschliche Auge als Mischfarbe wirkt. Um eine wichtige Mischfarbe (z.B. aus dem Corporate Design)
konkret und sauber (Vollton) zu drucken, nimmt man diesen Farbton als weitere Druckfarbe (Schmuckfarbe) hinzu.
Für die genaue Farbbezeichnung nutzt man daher gerne das Pantone Farbsystem.
Neben dem Vierfarben- gibt es weitere Mehrfarbendrucke. Dabei können neben den vier Grundfarben noch sogenannte Schmuckfarben
verwendet werden. Dies ist dann notwendig, wenn sich eine durch Corporate Design vorgegebene Hausfarbe nicht sauber
reproduzierbar aus den Normfarben aufbauen lässt, oder wenn die Farbe (etwa eines Logos) nicht gerastert, sondern im Vollton gedruckt
werden soll.
Auch spezielle Farben, wie Gold- und Silbertöne und Leuchtfarben lassen sich nur so drucken.
Selten werden Verfahren angewandt, die den vier Grundfarben noch weitere Buntfarben hinzufügen, um den darstellbaren Farbraum des
Vierfarbdrucks zu vergrößern. Das Hexachromverfahren (geschützte Marke - Pantone Hexachrom) arbeitet mit sechs Druckfarben:
Cyan - Magenta - Yellow - Orange - grün - schwarz
Diese Drucktechnik ist jedoch mit erhöhten Kosten und erhöhtem arbeitstechnischen Aufwand verbunden, die aber in
bestimmten Situationen für bessere Druckergebnisse notwendig werden.